Neureuter Jugend mischt mit – Bezirksjugendmeisterschaften 2025 in Ettlingen

Der folgende Bericht ist schon etwas älter, hat es damals aber logistisch nicht zur Veröffentlichung geschafft. Da ich nun selbst die Möglichkeit zur Veröffentlichung habe, wollte ich ihn daher aber jetzt auch nicht vorenthalten.“


Am Wochenende vom 22./23.11.25 wurden in den Räumen des Schachklub Ettlingen in den üblichen Altersklassen U10 bis U25 neue Bezirksjugendmeister des klassischen Schachs entschieden. Mit stolzen 11 Spieler:innen der Schachfreunde Neureut stellten wir einen erheblichen Anteil der insgesamt ca. 80 Jugendlichen aus dem Bezirk Karlsruhe, was auch unter anderem zu einigen Begegnungen auf dem Brett zwischen den Neureutern führte.


Die Altersklassen U10 und U12 spielten ein gemeinsames 7-rundiges Turnier mit einer etwas schnelleren Bedenkzeit von 45min bei 30s Inkrement. Hier traten Henri Braun, Sanjith Subramanian und Anna Schmidt an, um ihre Spielerfahrung zu bereichern. Nach ein paar Startschwierigkeiten pendelte sich das Schweizer System für Henri ein, sodass er in der 3.Runde seinen ersten Erfolg feiern durfte. Daraufhin ist er von der Losfee als Gegner von sowohl
Anna als auch Sanjith auserkoren worden und durfte seine letzte Runde spielfrei gewinnen. Alles in allem 3 von 7 Punkten.
Sanjith dagegen besiegte seine Gegner in den ersten beiden Runden in taktischen Kurzpartien, in denen sich seine Gegner rasch vertaten. Daraufhin musste er sich aber wegen eines Terminkonflikts zurückziehen und verpasste leider die darauffolgenden beiden Samstagsrunden. In besagter Partie gegen Henri konnte er den Sieg für sich entscheiden, weshalb er ebenfalls mit
3 Punkten aus dem Turnier ging. Anna tat sich in diesem Turnierumfeld leider etwas schwerer, weshalb sie nur 1,5 von 7 Punkten
erreichen konnte. Dennoch hat sie sicherlich großartige Erfahrungen gemacht, die im Training noch weiter vertieft werden können.


In den übrigen Altersklassen gab es eine Bedenkzeit von 60min bei 30s Inkrement, um die Mindestanforderungen für eine DWZ-Auswertung zu erfüllen und dennoch 5 klassische Partien
in das Wochenende passen. So auch in der Altersklasse U14, der Adrian Walter angehört. Er konnte zwar auf dem Schachbrett nicht gerade glänzen und erzielte leider seinen einzigen Punkt in seiner letzten spielfreien Runde, aber fand in seiner Altersgruppe viele neue Freunde, mit denen er zwischen den Runden auch andere Spiele spielte. Mögen diese Freundschaften durch die Altersklassen fortbestehen und epische Rivalitäten hervorbringen!


In der U16 dirigierten Celine Walter und Michael Ksienzyk die Schachsteine unter der Flagge der Schachfreunde Neureut. Dabei hatte Celine genau 2 hochgesteckte Ziele: Einerseits sich für die Badische Meisterschaft im Januar zu qualifizieren und andererseits nicht den letzten Platz in der
Tabelle zu belegen. Erstes Ziel war mit Antritt in der ersten Runde bereits besiegelt, denn als einziges Mädchen in der Turniergruppe stand ihr Preis als bestes Mädchen fest. Ihre Partien waren durchwachsen, doch leider machte sie es ihrem Bruder gleich und beendete ihr Turnier nach 4 verlorenen Runden mit einem spielfreien Punkt. Das war dann aber aus Zweitwertungsgründen auch genug, um den vorletzten Platz zu belegen, weshalb sie stolz ihre
Ziele erfüllt und wertvolle Erfahrung gesammelt zu haben, das Turnier verließ.
Michael, der frisch seinen ersten Einsatz in der 2.Verbandsrunde für die SF Neureut erleben durfte, wollte nun in seinem ersten vollständigen Turnier eine Erst-DWZ erlangen. Wie es der Zufall so will, durfte er mit einer spielfreien Runde in das Turnier starten, die ihm starke Gegner in den darauffolgenden Samstagsrunden bescherte, in der Abendrunde jedoch konnte er sogar
ein Remis halten und am Sonntag beide Partien gewinnen, weshalb er mit 3,5 aus 5 Punkten den 4.Platz belegte und damit ein solides erstes Turnier spielte. Hut ab!


Unter den 16 Teilnehmenden des gemeinsamen U18/U25 Turniers tummelten sich mit Prithika Subramanian, Namita Schulten, Denis Graf, Jonathan Rügert und Roman Hass sogar 5 Neureuter Schachfreunde. Insofern waren hier weitere kuriose Kämpfe zwischen Neureutern
vorprogrammiert. So war die Überraschung groß als in der ersten Runde sich am Spitzenbrett direkt Jonathan und Namita zu einer Partie begrüßen durften. Namita kämpfte entschlossen, um ihrem patzigen Trainer auch einmal eine Lektion zu erteilen, denn tatsächlich erlaubte Jonathan,
dass Namita mit einem großen Vorteil aus der Eröffnung ging, weshalb er sich irgendwann gezwungen sah, eine Qualität zu opfern. Bis die letzten Minuten auf der Uhr anbrachen und der
gesamte Saal schon nur noch diese eine Partie kannte, kämpften die beiden, bis Jonathan ein verzweifeltes Remisangebot machte und Namita es ehrfürchtig annahm. Im weiteren Verlauf erholte sich aber Jonathan und gewann gegen Denis Graf und 3 weitere Konsorten in gewohnter Stärke und damit auch das Turnier.
Namita, die es zusammen mit Celine zur Badischen Meisterschaft schaffen wollte und daher Celine zuliebe sich in der stärkeren U18 anmeldete, musste es jetzt aber noch schaffen, sich gegenüber ihrer Konkurrentin Sophia H. vom KSF zu behaupten. Ärgerlicherweise musste sie in der 2.Runde den Punkt abgeben, doch dann stieg sie auf mit zwei aufeinanderfolgenden Siegen, die für sie zu einem Spiel gegen den zweitgesetzten Leon W. aus Bruchsal führten. Bei einem
Sieg hätte sie mit ihrer starken Buchholzwertung durch Jonathan den 3.Platz in der Gesamtwertung erreichen können, doch wegen ihres Verlustes blieb ihr dann immerhin noch mit 2,5 aus 5 Punkten ein solider 4.Platz in der Wertung der U18, welcher ihr die Qualifikation zur Badischen sicherte, Glückwunsch!


Mehr schlecht als recht schleichte sich Roman am Samstag durch seine Partien. In der ersten Partie konnte er zwar seine lange Zeit ausgefeilte London-Vorbereitung aufs Brett bringen und damit auch einen überragenden Vorteil aus der Eröffnung heraus erzielen, jedoch stolperte er beim Berechnen eines Königsangriffes in ein Dauerschach des Gegners und musste sich mit einem Remis zufriedengeben. Seine weiteren Samstagsgegner spielten dann die weißen Steine
und waren dafür ebenso gut vorbereitet, weshalb sie ihn völlig überspielten. Der Sonntag brachte ihm dann nur noch Prithika und Denis ans Brett, die er zur Genugtuung dann besiegte, um mit 2,5 Punkten das Turnier zu beenden.
Die Begegnung mit Roman am Sonntagmorgen verheißt wohl schon, dass es für Prithika ähnlich schwierig voranging. Tatsächlich konnte sie am Samstag keine Punkte erringen, was besonders für die 3.Runde ärgerlich war, in der sie zunächst eine Qualität mehr hatte, aber dann doch den
Turm verlor. Die letzte Runde vollendete dann die Misere, weshalb Prithika das Turnier mit 0 Punkten, aber mit ihrem typischen Frohmut verließ.
In der ersten Runde gab es für das Schweizer System unüblich wenig gewonnene Partien für die vorne gesetzten, doch Denis Graf war einer dieser wenigen. Nur blöd, dass er damit fast sicher Jonathan zum Opfer fallen würde. In der 3.Runde spielte er ein Remis gegen Sophia Hoffmann, was aber auch das Ende vom Lied der Punkte ist. Denn in der 4.Runde begegnete er dem gewieften Trickser Jan S., der Roman den halben Punkt wegnahm und Namita besiegte. Wohl ein
echter Nemesis-Gegner für uns! Die Partie gegen Roman in der letzten Runde begann eigentlich vielversprechend für Denis, doch ein kleiner Moment der Unaufmerksamkeit schenkte Roman eine Figur, die er mit einiger Mühe dann in den Sieg umwandeln konnte. Die 1,5/5 Punkte nahm
er aber zuversichtlich mit.