24. Ettlinger Jugendopen

Am 11.07.2026 lud der Schachklub 1926 Ettlingen im Rahmen seines 100.Jubiläumsjahres zum 24.Ettlinger Jugendopen in der Ettlinger Stadthalle ein. Rund 160 teilnehmende Spieler:innen flohen aus der sengenden Hitze hinein in die klimatisierte Halle und hinein in spannende 7 Runden des königlichen Spiels bei einer Schnellschach-Bedenkzeit von 20min pro Spieler und pro Partie.

Die Schachfreunde Neureut stellten dabei 9 junge Talente in den folgenden Altersklassen auf:

Vahin Ashokkumar vertrat uns hierbei in der U10. Seine frühen Erfolge schienen vielversprechend: Mit 3 Punkten nach der vierten Runde war er ganz vorne beim Kampf um das Siegertreppchen mit dabei. Leider schafften es dann zwei seiner Gegner einen Moment der Unachtsamkeit auszunutzen und ihm eine kleine Rochade in die Punktetabelle zu schreiben. Trotzdem schaffte er es, insgesamt großartige 4 Punkte zu holen und eine Platzierung zu erzielen, die seinem Startrang im Turnier entsprach.

In der U12 gingen Anna Schmidt, Gursher Singh und Sanjith Subramanian auf Punktejagd: In der ersten Runde durfte Anna sich direkt am 2.Brett einem der Favoriten des Turniers stellen, doch leider blieb für sie dabei keine Chance. Normalerweise belohnt das Schweizer System, nach dem die Paarungen ausgelost werden, solche Begegnungen mit einfacheren Gegnern. Doch in einem Jugendturnier, das zur Hälfte aus ungewerteten Spieler:innen besteht, lauern auch noch sehr starke Gegner am unteren Ende der Rangliste. So konnte Anna leider nur 2 Punkte erringen, doch wie eh und je nimmt sie dies gelassen und spielt ihre Partien mit Ruhe und Gemütlichkeit.

Gursher war sicherlich einer dieser besagten ungewerteten Spieler:innen, die man nicht unterschätzen sollte. Diversen Spieler:innen rund um die 1000 DWZ-Marke luchste er halbe und sogar ganze Punkte ab, womit er summa summarum 3,5 Punkten erlangte. Für sein Debut in der überregionalen Jugendturnier-Szene ein beachtlicher Erfolg!

Doch der turniererprobte Sanjith würde sich noch darüber hinaus ganz an der Spitze behaupten. Nur eine einzige Niederlage musste er verkraften und landete mit 5 stolzen Punkten ganz vorne auf dem Tableau. Unglücklicherweise erlangten sogar 4 weitere Jugendliche diese Punktzahl und alle davon hatten ein Anrecht auf den 3.Platz beansprucht. Die Buchholzwertung entschied ein weiteres Mal zum Ungunsten eines Neureuter Emporkömmlings, weshalb es der 5.Platz für Sanjith wurde. Gratulation!

Die Altersklasse U18/U25 entstand aus einer Zusammenlegung, da sich im Vorfeld nur 4 Teilnehmer für die U25 angemeldet hatten. So entstand ein bunt gemischtes Teilnehmerfeld: Von 14 bis 24 Jahren, von 0 bis über 2100 DWZ und vor allem mit 5 Neureutern – Jonathan Rügert, Michael Ksienzyk, Levon Ganske, Hannes Jakobi und Tharun Muthiyalu. Wahrlich kuriose Paarungen waren demnach vorprogrammiert. So startete direkt die erste Runde mit 4 Neureutern an den vordersten 3 Brettern in den folgenden Paarungen: Levon Ganske ( SF Neureut) –  Lukas Koll ( SK Ettlingen), Jonathan Rügert (SF Neureut) – Michael Ksienzyk (SF Neureut) und Hannes Jakobi (SF Neureut) – Linus Koll (SK Ettlingen).

Jonathan und die Gebrüder Koll sind bereits eine lange Zeit enge Rivalen und stellten hier also ein spannendes Match der U25er dar. Souverän konnte Jonathan alle seine anderen Partien gewinnen, doch Lukas und Linus brachten ihn beide Male in ein leicht unangenehmes Endspiel, in dem sie Jonathan besiegten. So konnte Jonathan nur mit 5 Punkten als 3.Platz in diesem Triell hervorgehen.

Michael Ksienzyk spielte trickreich und erhoffte sich auch hochgewertete Spieler wie Jonathan mit Eröffnungsfallen zu stürzen. Wie er allerdings feststellen musste, funktioniert das nicht immer so leicht. In der letzten Runde saß er dann mit 2,5 Punkten Levon gegenüber, der diese Punktzahl freundlicherweise zu einer glatten 3 aufrundete.

Levon war durchaus überrascht in der unteren Hälfte des Turniers gesetzt zu sein, ist er bei Jugendturnieren doch für gewöhnlich Anderes gewohnt. Gegen die Gegner aus der vorderen Hälfte gab es leider nichts zu holen, weshalb er sich im stetigen Hin und Her zwischen Niederlagen gegen höher gesetzte Spieler:innen und Siege gegen niedriger gesetzte Spieler:innen durch das Turnier entlanghangelte und nach besagter Partie gegen Michael eine Punktzahl nach Erwartungswert von 3,5 Punkten erhielt.

Ganz analog verhielt es sich für Hannes, nur dass Hannes nicht das Glück eines Freundschaftsremis erhielt und seine letzte Runde verlor – ebenfalls glatte 3 Punkte.

Tharun war zwar nicht an der kuriosen Tafelrunde an den ersten 3 Brettern beteiligt, doch auch er bekam mit Hannes und Levon in den späteren Runden 2 Neureuter Gegner ab, die ihm an diesem Tage aber keine Punkte gönnten. Er räumte sich in seinen Partien einige Chancen ein. Aber leider waren diese Chancen nicht so einfach in Punkte umzuwandeln, weshalb es 2 Punkte wurden.